St. Paulin

Basilika St. Paulin in neuer Farbgebung (ab 2016)

Die Pfarrei St. Paulin ist mit gut 2000 Katholiken die Pfarrei mit den wenigsten Gläubigen aus unserer Pfarreiengemeinschaft; die Kirche ist jedoch wegen ihres besonders schönen und prachtvollen barocken Baustils auch weit über die Stadtgrenzen hinaus in der ganzen Region bekannt.
Besonders beliebte und gut besuchte Messen sind neben den hohen Feiertagen die Ratsherrenmesse zu Ehren der Trierer Märtyrer, bei welcher der Stadtrat und die Räte der Pfarrei eingeladen sind, und die Messe an unserem Patronatsfest am 31. August, an die sich unser alljährliches Paulinusfest anschließt, das rund um die Stiftskurie stattfindet.
Diese beiden Messen sind wie auch andere Messen (Weihnachten, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten) besonders musikalisch gestaltet mit unserem Basilikachor und Orchester.

  • St. Paulin - die Basilika - das barocke Kirchengebäude

    Nordostansicht der Basilika St. Paulin
    Nordostansicht der Basilika St. Paulin

    „Die ehemalige Stiftskirche St. Paulinus steht selbst auf den Fundamenten der antiken Kirche des 4. Jahrhunderts und insofern als Memorialkirche auf dem Gelände des Martyriums der Trierer Märtyrer, unter denen sich die Trierer ‚Ratsherren’ und auch Mitglieder der Thebäischen Legion befanden. Darüber hinaus ist sie zugleich Grabeskirche des Trierer Märtyrerbischofs Paulinus (346-358). Sie stellt somit eine der ehrwürdigsten Stätten von Trier und sogar von Westeuropa dar. Seit 1804 ist sie Pfarrkirche."


    Prof. Dr. Dr. Franz Ronig

  • St. Paulin - Geschichte

  • St. Paulin - Profil der Pfarrei

    Jährlich finden Anfang Oktober die „Märtyrertage“ statt, an denen der Trierer Märtyrer und der Angehörigen der Thebäischen Legion aus der Römerzeit gedacht wird. An diesen Gedenktagen wird  unter anderem die Gruft unter der Basilika St. Paulin für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In dieser  Krypta liegen die sterblichen Überreste der römischen Soldaten.

    Darüber hinaus ist sie zugleich Grabeskirche des heilig gesprochenen Trierer Bischofs Paulinus (346-358), der für sein Bekenntnis zum Glaubensbekenntnis von Niceäa vom römischen Kaiser in die Verbannung geschickt wurde. Da er auch ein Freund des heiligen Athanasius war, ist die Krypta auch für die orthodoxen Christen eine oft besuchte Pilgerstätte.

    Die Basilika St. Paulin ist bekannt für die dort sehr häufig stattfindenden Chor- und Orgelkonzerte. Besonders hervorzuheben ist das beliebte Konzert zum Jahreswechsel am Sylvesterabend. Die Musica sacra bildet einen Schwerpunkt in der Pfarreienarbeit.

    In der Pfarrei St. Paulin findet jährlich Ende August das Paulinusfest als Patronats- und Pfarrfest in und rund um die Stiftskurie St. Paulin statt. Zu diesem Fest kommen jedes Jahr viele Besucher, Gemeindemitglieder sowie Gäste aus anderen Pfarreien, die sich bei diesem Fest der Begegnung kennen lernen und ins Gespräch kommen können.

  • St. Paulin - das Säulenkreuz auf der Märtyrerwiese

    Das Säulenkreuz auf der Märtyrerwiese
    Das Säulenkreuz auf der Märtyrerwiese

    Auf der sogenannten Märtyrerwiese vor unserer Basilika St. Paulin steht auf geschichtsträchtigem Grund das wohl am meisten ins Auge fallende Kreuz unserer Pfarrei, ein altes Steinkreuz. Seine Errichtung wird um das Jahr 1088 angenommen.

    Auf einem Stufensockel steht eine fast 3 m hohe Sandsteinsäule, gekrönt von einem auf einem Pinienzapfen stehenden gleichschenkligen Kreuz aus Kalkstein. Der Pinienzapfen im Kapitell ist ein antikes Heils- und Lebensbaumsymbol, ein Zeichen der Hoffnung auf Auferstehung; an römischen und frühchristlichen Grabstätten fand man Pinienzapfen oft als Grabbekrönung.


    Die Bedeutung des Kreuzes ist vielfältig. Die einen sehen in ihm ein Märtyrerkreuz, die anderen ein Marktkreuz, Gerichtskreuz oder Immunitätszeichen. Mit letzter Gewissheit lassen sich die Interpretationen des Kreuzes heute noch nicht klären.

    Für die Deutung eines Marktkreuzes spricht unter anderem, dass es – wie das in der Achse des Domes stehende Kreuz auf dem Trierer Hauptmarkt – gleichfalls exakt in der verlängerten Kirchenachse steht, ca. 60 m vor dem Portal der Paulinuskirche. Bis Mitte des 19. Jh. soll auf dem Platz vor der Kirche noch der Markt für Fassdauben abgehalten worden sein. Für die Deutung eines Gerichtskreuzes sprechen die sich in der Nähe befindenden Gerichtssteine. Nicht ohne Grund wird das alte Steinkreuz jedoch bis auf den heutigen Tag im Volksmund „Märtyrer-Kreuz“ genannt. Tatsächlich kann man einen Zusammenhang mit der Verehrung der Trierer Märtyrer herstellen, denn das Kapitell trägt umlaufend ein Schriftband, in das eingehauen ist:


    ME PIUS EXTRUXIT CUONO REMIGIUSQ DEDICAVIT

    Mich hat der fromme Kuno errichtet und Remigius hat mich geweiht


    Kuno war Probst des Stiftes St. Paulin, Remigius wohl sein Nachfolger. Sie spielten eine bedeutende Rolle bei der Auffindung der Märtyrergebeine 1072, der anschließenden Umgestaltung der Pauliner Krypta und der Errichtung der Mauritiuskapelle auf dem Friedhof, die auch Marterkapelle genannt wird und heute als Einsegnungskapelle dient.

    Dass die Vorstellung von einem Märtyrerkreuz auch später nie verloren ging, zeigen die Deckenfresken der jetzigen Barockkirche. Im zentralen Bild versammeln sich die Märtyrer hinter diesem Kreuz. An den Gerichtssteinen mit ihren Blutrillen im Vordergrund erkennt man den Ort als Pauliner Flur, diese Steine befinden sich noch heute auf der Wiese vor der Kirche. Unter dem Kreuz steht geschrieben:


    HI SUNT QUI VENERUNT DE TRIBULATIONE MAGNA

    ET LAVERUNT STOLAS SUAS IN SANGUINE AGNI.

    IDEO SUNT ANTE THRONUM DEI :

    Apoc. : C : 7.V :14.&15.


    Es sind die, die aus der großen Bedrängnis gekommen sind

    und ihre Gewänder im Blute des Lammes gewaschen haben.

    Darum stehen sie vor dem Throne Gottes. (Apg 7,14 f)


    So ist dieses alte Steinkreuz auf der Märtyrerwiese eine stetige Erinnerung an das Zeugnis und die Treue unserer Vorfahren, derer wir jedes Jahr im Oktober an den Märtyrertagen gedenken.

    Früher haben in diesen Tagen die Pauliner am Märtyrerkreuz die Prozessionen der Nachbar-pfarreien empfangen und sind in einem Fackelzug mit dem Reliquiar des Hl. Paulinus in die Kirche eingezogen, um dort gemeinsam ein festliches Hochamt zu feiern.

    Auch heute wird das Märtyrerkreuz in die Liturgie mit einbezogen: Am Palmsonntag findet an dieser Stelle die Palmweihe statt, und in der Osternacht wird dort das Osterfeuer entzündet; der feierliche Einzug der Erstkommunionkinder führt daran vorbei, ebenso die Fronleichnamsprozession. Dieses Kreuz auf der Märtyrerwiese, ebenso wie seine Abbildung in den Deckenfresken unserer Basilika, führt uns immer wieder vor Augen:


    Im Kreuz ist Heil, im Kreuz ist Leben, im Kreuz ist Hoffnung!

  • St. Paulin - Das Pfarrbüro

    Das Pfarrhaus in St. Paulin
    Das Pfarrhaus in St. Paulin

    Unsere Anschrift

    Katholisches Pfarramt St. Paulin
    Palmatiusstr. 4
    54292 Trier

    Telefon: 0651-270850
    Fax: 0651-29949
    info(at)stpaulin.de

    Öffnungszeiten Pfarrbüro

    Montag:                     09.00-12.00 und 15.00-17.00 Uhr
    Dienstag bis Freitag: 09.00-12.00 Uhr

    Ansprechpartner

    Pastor Joachim Waldorf
    Pater Stephan Schmuck CM
    Sekretärin Bernhilde Schmitz

  • Förderverein St. Paulin e.V.

  • Öffnungszeiten Basilika und Friedhof St. Paulin

    Öffnungszeiten der Basilika St. Paulin

     

    Tagöffnetschließt
    Montag08.00 Uhr17.00 Uhr
    Dienstag11.00 Uhr18.30 Uhr
    Mittwoch08.00 Uhr17.00 Uhr
    Donnerstag08.00 Uhr18.30 Uhr
    Freitag08.00 Uhr17.00 Uhr
    Samstag08.00 Uhr17.00 Uhr
    Sonntag10.00 Uhr19.30 Uhr

    Die Öffnungszeiten der Basilika können während Veranstaltungen bzw. Messen abweichen.

    Öffnungszeiten Friedhof

     

    Datumöffnetschließt
    01. April - 30. September08.00 Uhr20.00 Uhr
    01. Oktober - 02. November08.00 Uhr18.00 Uhr
    03. November - 31. März08.00 Uhr17.00 Uhr