Fastenzeit

Vom Sinn des Fastens

In meiner Kindheit klebte für mich auf der Fastenzeit das Etikett „Verbot“. Keine Schokolade, keine Kaugummis, keine Bonbons. Von den Eltern angeordnet. Punkt. Sieben lange Wochen – bitter für einen Süßzahn. Die darauffolgende Osterfreude beschränkte sich auf das zuckersüße Glück, das reichlich mit leckeren Naschereien gefüllte Osterkörbchen genüsslich zu vertilgen.

Im Laufe der Jahre wurde aus dem „Verbot“ „Verzicht“. Verzicht auf Süßes – diesmal freiwillig. Verzicht auf manche Gewohnheit, die mich fremdbestimmte. Verzicht auf das, was mir nicht gut tut. Das heißt auch, meine Grenzen kennen zu lernen, auszuhalten. Möglicherweise hinzufallen, aufzustehen, weiterzugehen.

Die Erfahrung lehrte mich, dass es nicht beim Verzicht bleibt. Verzicht schenkt Freiheit für etwas Neues. So wurde aus dem Verzicht Veränderung.

Veränderung, von der ich heute noch nicht weiß, wie sie aussehen wird. Sieben Wochen Fastenzeit können ein Weg der Veränderung sein.

Gute Reise!

Andrea Wilke, In: Pfarrbriefservice.de



Heute in der Pfarreiengemeinschaft

Samstag, 29. Februar 2020

17:00 Uhr Vorabendmesse in St. Ambrosius